Interview | Berghof Gruppe

Sechs Fragen an Michael Sättler

25. April 2017

Michael Sättler ist seit 2000 im Zentralen Marketing tätig. Er betreut den Onlineauftritt und berät alle Geschäftseinheiten in Fragen der Markenführung. 2010 wurde er Betriebsrat, 2014 zum Vorsitzenden des Konzernbetriebsrates der Berghof-Gruppe gewählt.


Was hat sich seit Ihrem Eintritt bei Berghof im Marketing verändert?

Um das Jahr 2000 war Marketing noch reine Verkaufsförderung und unter Digitalisierung verstand man lediglich, den Produktkatalog auf die Website zu stellen. Mit Herrn Stemmer kam ein Umdenken in Gang. Seit 2014 arbeiten wir visionärer, kundenorientierter und gemeinschaftlicher. Wir setzen viel mehr auf digitale Werbemittel und überprüfen in iterativen Prozessen die Wirksamkeit, um unsere Kommunikation ständig zu verbessern. Ich bin mit dafür zuständig, die Marke Berghof zu führen, damit sich die Geschäftsbereiche auf die Vermarktung ihrer Produkte und Dienstleistungen konzentrieren können.


Was war Ihr Lieblings-Marketingprojekt in den letzten Jahren?

Eindeutig der Website-Relaunch 2016. Nicht nur, weil wir einen klaren und modernen Auftritt hingelegt haben, sondern auch, weil die Prozesse besonders inspirierend und stimulierend für das Unternehmen abliefen. In dieser Art der Unit-übergreifenden Zusammenarbeit liegt die Zukunft. Das Sahnehäubchen war dann das Feedback von unseren Kunden, denn es war durchweg positiv.


In welcher Form können Sie als Konzernbetriebsratsvorsitzender Berghof mitgestalten?

Bei Berghof hat der Betriebsrat die Freiheit, bewusst seine eigenen Ziele zum Wohle aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verfolgen. Einerseits achten wir natürlich auf die Einhaltung von Vereinbarungen und Gesetze. Andererseits aber auch auf Werte, die noch auf den Gründer Prof. Dr. Georg Zundel zurückgehen - dass Mensch und Umwelt unser Handeln bestimmen. Inspiriert durch den regelmäßigen Gedankenaustausch mit Herrn Stemmer herrscht geradezu Aufbruchstimmung. Mein Ansatz ist da ganz einfach: Nur begeisterte Mitarbeiter sind erfolgreiche Mitarbeiter.


Was macht Berghof besonders attraktiv für Mitarbeiter?

Dass sich Berghof als sozialen Arbeitgeber versteht, der den Menschen und dessen Wünsche, aber auch dessen Ängste ernst nimmt. Außerdem bin ich fest davon überzeugt, dass man hier wirklich etwas bewegen kann und eine tolle Unterstützung bekommt, wie z. B. Kinderbetreuung. Dieses familiäre Miteinander in Kombination mit den spannenden Themen (Stichwort Industrie 4.0) machen Berghof zu einem einzigartigen Ort zum Arbeiten.


Machen Sie sich auch im Privatleben für andere Menschen stark?

Ich habe 25 Jahre ehrenamtlich bei der Zeitschrift der Lebenshilfe mitgearbeitet und versuche, auch innerhalb meiner Familie so gut und so oft wie möglich zu helfen. Denn ich glaube, ob als Familie oder als Team, in jedem Fall hat man gemeinsame Ziele. Und der Weg dorthin führt nur über ein verständnisvolles Miteinander. Ganz im Sinne von "geteilte Freude ist doppelte Freude"


Und zum Abschluss: Wer imponiert Ihnen mehr - Karl Marx oder Don Draper?

Eindeutig Karl Marx. Denn für mich hat "Das Kapital" bis heute nichts an Aktualität und Bedeutung verloren. Daneben würde ich übrigens noch Bertholt Brecht als mein zweites Vorbild nennen.