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Gebäudeabriss: Köpfchen statt Birne!

Selektiver Rückbau der Reutlinger 'Echazpassage'. Ein 36 Jahre alter Wohn- und Ladenkomplex muss dem Straßenausbau weichen. (bau)

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Abriss EchazpassageAn der verkehrsreichsten Durchgangsstrasse Reutlingens ist der zum Abriss bestimmte, 6-stöckige Beton-Plattenbau gelegen. Die Mieter von über 40 Wohnungen und Geschäftsräumen sind ausgezogen und die Bagger haben damit begonnen, Platz für den Ausbau der Konrad-Adenauer-Strasse zu schaffen.
Bevor Betonschere und Bagger anrücken konnten, wurden von der Firma BERGHOF Analytik + Umweltengineering aus Tübingen umfangreiche, umwelttechnische Untersuchungen durchgeführt und das planerische Gesamt-Konzept für die Abrissaktion erarbeitet. Die Gebäude wurden im Vorfeld auf vorhandene Schad- und Gefahrstoffe untersucht.

Dem derzeitigen Abbruch ist das Entkernen des Gebäudes vorangegangen. Hierbei wurden in Handarbeit Fenster, Türen, Holzverschalungen und Fußböden ausgeräumt sowie die Teerpappe auf den Flachdächern entfernt. In allen Wohnungen wurden Verkleidungen, Abwasser- und Gebläseleitungen aus Asbestzement demontiert sowie auf der gesamten Fassadenfläche mehrere Kilometer PCB-haltige Fugenmassen ausgebaut.

Wo immer möglich, wird auf kostensenkendes Recycling gesetzt. So wird der Beton an Ort und Stelle zerkleinert und das unbelastete Material zur Auffüllung der Baugrube verwendet. Asbest- und PCB-haltige Teile werden umweltgerecht entsorgt, Armierungen herausgelöst und verschrottet.
Die Maßnahme wird laufend umwelttechnisch überwacht und soll bis Anfang Mai abgeschlossen sein.